Herr Schild, wie laufen die Vorbereitungen?
Sehr gut. Wir sind bereits am Feinschliff. Bei der Personalrekrutierung haben wir noch etwas zu tun. Und wir sind jetzt daran den Aufbau des Festgeländes zu planen und zwar bis in die Details, wie etwa den Blumenschmuck. Ich bin sehr zufrieden mit dem Organisationskomitee, das schon seit etwa zwei Jahren fleissig an der Arbeit ist.

Wie kamen Sie zu dem Amt des OK-Präsidenten?
Der STV Oberhofen-Illighausen wurde für die Durchführung angefragt vom Unterverband Bodensee-Rhein. Und der Turnverein kam dann für diese Aufgabe auf mich zu. Für mich ist das eine Ehrensache, dass ich mich für den grossartigen Anlass einsetze, damit wir hier in der Gemeinde den Schwingsport zeigen können.
Sie sind Mitglied beim Schwing-Club am Ottenberg und somit hier eigentlich beim fal-schen Verband.
Ich bin in Märstetten aufgewachsen. Ich war aktiver Schwinger, Kampfrichter, Vorstandsmitglied und bin heute Ehrenmitglied des Schwing-Cub am Ottenberg. Und auch meine Söhne schwin-gen heute dort. Jetzt bin ich aber in Oberhofen zu Hause und habe hier diese Aufgabe über-nommen. Ich habe das vorgängig geklärt. Das ist heute kein Thema mehr, wenn man so quasi «fremd geht».

Was erhoffen Sie sich sportlich vom Kantonalen in Lengwil?
Der Gewinner des letzten Jahres, Armon Orlik, kann seinen Erfolg ja nicht wiederholen, weil die Bündner im Thurgau nicht dabei sind dieses Jahr.
Die jungen Thurgauer haben gezeigt, was sie können. Dass sie die Wachablösung schaffen. Ich hoffe, sie können ihre starken Leistungen hier bei uns bestästigen. Allen voran gilt das natürlich für Samuel Giger und auch für Domenic Schneider.

Welche Rolle spielt das Wetter für die Organisation?
Wir sind vorbereitet auf alles. Ausser vielleicht für Schneefall, so wie es im letzten Jahr die Zihlschlachter hatten. Wir hoffen natürlich auf gutes Wetter. Aber die Stimmung wird sowieso gut sein. Das Schwingervolk ist eigentlich sehr wetterunabhängig.

Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie am 29. April?
Das ist schwierig einzuschätzen. Bei den vergangenen Kantonalen gab es solche mit 2500 bis 3500 Besuchern und dann gab es Zihlschlacht mit 6500. Wir gehen bei der Planung von 4000 Gästen aus. Wenn es mehr oder weniger werden ist das für uns aber auch in Ordnung.
Der Schwingsport ist nach wie vor sehr beliebt. Wie sehr hilft das bei der Organisation?
Das Interesse am Schwingen ist und bleibt gross. Dadurch wächst das Interesse der Sponsoren und der Medien, was uns natürlich entgegenkommt. Aber dadurch wird auch der Aufwand grös-ser. Wir haben in der Ostschweiz derzeit das Glück, dass wir junge, unbändige Schwinger ha-ben, die viele Leute anziehen. Generell macht der Schwingsport einfach Spass und die Atmo-sphäre an einem Fest ist fantastisch.

Wie reagiert das Dorf auf den bevorstehenden Grossanlass?
Wir sind durchs Band auf offene Ohren gestossen mit unseren Anliegen. Unser Dank gilt schon jetzt allen Behörden, den Landbesitzern, den Vereinen und der Bevölkerung, die unzählige Helfer stellen, und auch allen anderen Unterstützern. Der Grundtenor in Lengwil, den ich wahrnehme, ist sehr positiv. Es ist klar, dass wir die Anwohner auch um Verständnis bitten müssen für diese Sondersituation. Beim Auf- und Abbau wird es sicher einige Emissionen geben. Aber ein Schwingfest ist ein sehr gemütliches und frohes Fest. Am besten sollen alle Nachbarn und Dorfbewohner vorbeikommen und die Stimmung geniessen.
(ubr)